Stellen Sie sich vor, eine Gruppe von YouTubern, Edelmetallhändlern und alternativen Medien inszeniert wochenlang eine drohende Gasmangellage 2026 – mit dramatischen Prognosen, apokalyptischen Thumbnails und der Botschaft: „Bereitet euch vor, die Krise kommt!“. Doch dann schlägt die Realität zurück: Die Wetterwende kommt, die Gasspeicher bleiben stabil, die Industrie läuft weiter – und das ganze Angst-Szenario platzt wie eine Seifenblase.
Genau diese Geschichte rekonstruiert Martin Jendrischik in seinem brisanten Artikel auf Cleanthinking.de. Er enthüllt nicht nur, wie Outdoor Chiemgau, Kettner Edelmetalle und ein ganzes Netzwerk aus YouTube-Kanälen gezielt Ängste schüren, um Gold, Prepper-Ausrüstung und Webinare zu verkaufen. Sondern er seziert auch die acht rhetorischen Tricks, mit denen aus halben Wahrheiten und falschen Zahlen ein lukratives Geschäftsmodell wird – von der Umdeutung von Fachbegriffen über die Manipulation von Prozentwerten bis hin zur Monetarisierung der Angst.
Die zentralen Enthüllungen:
- Die Akteure: Ein „fossiles Panik-Orchester“ aus YouTubern wie Stefan Spiegelsperger („Mr. Blackout“), Edelmetallhändlern wie Kettner und alternativen Medien, die sich gegenseitig zitieren und so eine Echokammer der Angst erzeugen.
- Die Methoden: Wie aus INES-Szenarien (die explizit keine Prognosen sind) eine „unabwendbare Gasmangellage“ wird – und warum die Bundesnetzagentur plötzlich als „Lügner“ dasteht, obwohl ihre Einschätzungen korrekt waren.
- Das Geschäftsmodell: Von YouTube-Werbeeinnahmen über Amazon-Affiliate-Links für Prepper-Ausrüstung bis hin zu kostenpflichtigen Edelmetall-Webinaren – die Angst wird zur Ware, und die „Lösung“ wird gleich mitverkauft.
- Der Bruch mit der Realität: Als die Wetterwende kommt und die Gasspeicher stabil bleiben, ziehen sich die Panikmacher leise zurück – die Einnahmen sind längst gesichert.
Warum das wichtig ist:
Jendrischik zeigt nicht nur, wie Desinformation funktioniert, sondern auch, wer davon profitiert. Sein Artikel ist eine Anleitung zum Durchschauen solcher Kampagnen – und eine Erinnerung daran, dass seriöse Daten (etwa von der Bundesnetzagentur oder AGSI) oft nur einen Klick entfernt sind.
Fazit: Wer verstehen will, wie moderne Angstökonomie funktioniert – und warum wir uns nicht von ihr blenden lassen sollten – kommt an diesem Artikel nicht vorbei.
„Die eigentliche Nachricht dieses Winters: Deutschland hat eine schwierige Heizperiode mit historisch niedrigen Speicherständen ohne physische Mangellage überstanden – dank funktionierender Importinfrastruktur und europäischer Marktintegration.“
Lust, selbst zu urteilen? Hier geht’s zum vollständigen Artikel.
