Der Tod von Andreas Stampe im Jahr 1996 war ein einschneidendes Ereignis für die Feuerwehr – in Köln und weit darüber hinaus. Er machte deutlich, wie schnell sich ein Einsatz unter Atemschutz zu einer lebensbedrohlichen Situation entwickeln kann und wie schmal der Grat zwischen Routine und Ausnahme ist.
Um den damaligen Atemschutzunfall aufzuarbeiten, entstand ein Dokumentarfilm, der sich bewusst Zeit nimmt: für die Rekonstruktion des Einsatzes, für die Einordnung der Abläufe und für die Stimmen derjenigen, die dabei waren oder die Konsequenzen bis heute tragen.
Der Film sucht nach Verständnis, für Entscheidungen unter extremen Bedingungen und für die Lehren, die daraus gezogen wurden. Dreißig Jahre später ist dieser Blick zurück aktueller denn je. Denn Erinnerung innerhalb der Feuerwehr bedeutet nicht nur Gedenken, sondern auch Verantwortung: für Ausbildung, für Ausrüstung und für den Schutz der Einsatzkräfte von heute und morgen.
Der Film ist Teil dieser Erinnerung. Und Teil eines gemeinsamen Lernprozesses, der nie abgeschlossen ist.
Der Film ist Andreas Stampe gewidmet. Und all jenen, die jeden Tag ausrücken, um zu helfen. Und ohne zu wissen, wie der Einsatz endet.
