Studie zeigt Kontinuität rechter Gewalt

Das Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF) verifizierte 2025 mindestens 34 physische Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten. Im Vorjahr 98 Angriffe; 2025 unter dem Pandemie-Niveau. Demonstrationen sind zentraler Gefährdungsrahmen, rechte Gewalt zeigt Kontinuität. Journalistinnen tragen höheren Schutzverlust; viele Fälle bleiben verifiziert.

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Haltestelle verpasst

Der EU-Digitale Omnibus soll Digital-, KI- und Datenschutzrecht umfassend reformieren. Kritiker befürchten Grundrechtsverwässerung: Auskunfts- und Beschäftigtendatenschutz schrumpfen, sensible Daten weniger geschützt, KI-Training mit personenbezogenen Daten ohne Einwilligung möglich, Meldepflichten gelockert, Betriebskontrollen erleichtert. Über 130 Organisationen warnen; Parlament ist kritisch; schnelle Verabschiedung unwahrscheinlich.

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Serien gegen Diktatur und Faschismus

Die Series Mania in Lille betont Trends zu Totalitarismus und Unterdrückung; Europa wird als Kreativzentrum sichtbar, die USA verlieren an Präsenz. Herausragende Beiträge: Prisoner 951, Anatomy of a Moment, Etty und All Heroes Are Bastards. Debatten über Demokratiefragilität, Flucht- und Migrationsfragen sowie Geschichten aus europäischer Perspektive dominieren.

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Neues Mediengesetz für MV tritt in Kraft

MV beschließt neues Mediengesetz: private Lokal- und Regional-TV-Förderung durch Landesgelder, verwaltet von der MMV, zur Sicherung der Vielfalt. Geplant je 300.000 Euro pro Jahr (2026/27); wöchentlich mindestens 10 Minuten regionales Nachrichten-/Informationsprogramm. Bürgermedien erhalten 150.000 Euro pro Jahr (2026–27). MMV bleibt unterfinanziert aus dem Rundfunkbeitrag.

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Filmtipp: Friedas Fall

Friedas Fall erzählt den wahren Prozess gegen Frieda Keller, eine schwangere Schneiderin aus St. Gallen, die 1904 ihr Kind tötete. Der Film betont nicht die Tat, sondern die Gesellschaft: Schuld ist kollektiv; Frauen solidarisch gegen patriarchale Justiz. Regisseurin Maria Brendle interpretiert das zeitlose Thema als Appell für Gleichberechtigung und Mitgefühl.

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BPK: Umstrittene Mitgliedschaft

Bundespressekonferenz (BPK) erlaubt Parallelmedien als Mitglieder, darunter rechtsextreme und linksextreme sowie Webseiten wie Junge Freiheit, Junge Welt, Kontrafunk, Epoch Times und NIUS-Vertreter*innen. Kritiker wie Warweg attackieren die BPK und nutzen sie als Bühne der Parallelmedien. Die BPK verschärfte 2023 die Satzung, kann aber Parallelmedien nicht eindeutig ausschließen. Parallelmedien normalisieren sich.

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Ungarns Hoffnung auf Pressefreiheit

Der Wahlsieger Péter Magyar verspricht Rechtsstaat und Pressefreiheit. Die Autorität Orbáns bleibt Bedrohung; konkrete Umsetzung schwierig. Medienvielfalt lässt sich nur mit Unterstützung unabhängiger Presse, Neugründungen und öffentlichem Rundfunk erreichen. Zu riskant bleibt eine verfassungsändernde Mehrheit, die leicht in Autoritarismus kippen könnte. Unabhängige Medien bleiben essenziell für Demokratie.

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Kämpferischer Auftakt im ÖRR

Ver.di ruft Hamburger NDR-Beschäftigte zum Warnstreik auf, von Dienstag 1:30 Uhr bis Mittwoch. Der Tarifkonflikt betrifft seit Februar rund 5.000 NDR-Beschäftigte; bundesweit fordern ÖRR-Beschäftigte ARD, ZDF, Deutschlandradio 7% Gehalts- bzw. Honorarsteigerungen oder mindestens 300 Euro monatlich. Nachwuchsvergütungen, soziale Verbesserungen und Equal-Pay-Day-Themen stehen im Fokus.

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Austria First: Der rechte Dudelfunk

Die FPÖ betreibt seit Januar mit Austria First einen eigenen Webradio-Sender, der Musik mit Parteiformaten mischt, um Propaganda subtil zu normalisieren. Kritiker sehen eine mediale Parallelwelt, die unabhängige Medien umgehen will. Der freundliche Radiostil, Interviews mit Kickl und wenige österreichische Künstler prägen das Profil.

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Investigativer Journalismus in Peru: Mutig, unverzichtbar – und bedroht

Stellen Sie sich vor, Sie leben in einem Land, in dem ein hochgiftiges Schwermetall wie Quecksilber einfach so, ohne Kontrolle, verkauft wird – mit verheerenden Folgen für Mensch und Umwelt. Wer deckt solche Missstände auf? Wer wagt es, gegen mächtige Lobbygruppen zu recherchieren, die tief in Politik und Wirtschaft verwurzelt sind? In Peru ist es oft ein kleines, aber mutiges Team von Journalist*innen: das investigative Online-Magazin Ojo Público.

Seit zehn Jahren kämpft die Redaktion um die Wahrheit – nicht nur in Peru, sondern auch in den Nachbarländern. Doch ihr Überleben hängt am seidenen Faden. Warum? Weil die peruanische Regierung mit einem neuen NGO-Gesetz die Zivilgesellschaft kontrollieren will. Organisationen wie Ojo Público, die von internationalen Stiftungen finanziert werden, müssen plötzlich detailliert Rechenschaft ablegen. Ein gefährlicher Präzedenzfall, der an autoritäre Muster in Ländern wie Venezuela oder Nicaragua erinnert.

Doch das ist nicht das einzige Problem: Die Pressefreiheit in Peru ist massiv unter Druck. Innerhalb von drei Jahren ist das Land im Ranking von „Reporter ohne Grenzen“ um 53 Plätze abgerutscht – auf Platz 130. Journalisten werden bedroht, angegriffen, sogar ermordet. Vier Morde an Medienvertreter*innen wurden 2025 verzeichnet. Gleichzeitig verschärft die Politik die Gesetze: Höhere Haftstrafen für Verleumdung, kurze Fristen für Richtigstellungen und vage formulierte Straftatbestände wie die „Verletzung der Privatsphäre“ machen die Arbeit von Investigativjournalist*innen zum Hochrisikojob.

Ojo Público steht exemplarisch für den Kampf um eine freie Presse in einer Zeit, in der demokratische Strukturen bröckeln. Doch wie lange kann ein Medium überleben, das sowohl von politischen als auch von wirtschaftlichen Mächten an den Rand gedrängt wird? Und was bedeutet das für die Zukunft Perus – und Lateinamerikas?

Der Artikel „Peru: Investigativ, kritisch, gefährdet“ gibt Einblicke in die Arbeit von Ojo Público, zeigt die Bedrohungen auf, denen unabhängiger Journalismus ausgesetzt ist, und fragt: Was passiert, wenn die Stimmen der Aufklärer verstummen?


Lust bekommen, mehr zu erfahren? Lesen Sie den ganzen Artikel und tauchen Sie ein in die Welt des investigativen Journalismus in Peru – zwischen Mut, Macht und Gefahr.